REVIEW: M.I.A. – MATANGI (ALBUM).

Matangi

Normalerweise wäre ich der erste, der euch erzählt, „Arular“ und „Kala“ von M.I.A. sind Alben, die man nicht wiederholen und nicht wieder erreichen kann, aber Hölle verdammt, das ist absolut überragend. Ein variabler Sound, der sich dennoch anfühlt wie aus einem Guss. Deswegen möchte ich hier auch nicht in mein normales Track für Track Schema verfallen. Das ganze Album klingt überproduziert im besten Sinne. Alle Beats klingen kraftvoll und manchmal dreckig übersteuert, so wie ich es von Frau Arulpragasam erwarte. Gespickt ist das Ganze mit orientalisch/indischen Samples, die ich beim besten Willen nicht zuordnen kann, dem Ganzen aber einen Sound geben, den ich am besten mit dem Klischee einer lauten orientalischen Stadt beschreiben kann. Wenig geordnetes aber extrem spannendes Chaos. Die Protagonistin fügt sich diesen kaum zu bändigen Beats mit lauten, schnellen Raps und oftmals manipulierter Stimme. Ist euch das blumig genug? Tatsächlich hört es damit auch nicht auf und je öfter man es hört, desto mehr klar hörbare Einflüsse erschließen sich. Zu viele um sie aufzuzählen und auch zu schade um es zu spoilern. Um im Bild der orientalischen Stadt zu bleiben: Auf diesem Album gibt es extrem viel zu sehen, also verlasst mal eure Comfort Zone.

Nachdem schon lange veröffentlichten „Bad Girls“ wird es dann kurzzeitig noch lauter und wie geradewegs aus einem Major Lazer/Mad Decent trappigen Dancehall Mix. Man muss das mögen, aber wenn man es mag, liebt man es. Herausheben möchte ich dabei vor allem „Double Bubble Trouble“, einem von The Partysquad produzierten Brett.

Alles in allem ist „Matangi“ ein lautes, buntes und chaotisches Album, was einem im besten Sinne reizüberflutet. Ja, es ist anstrengend, aber wenn man sich darauf einlässt, erlebt man hier sehr viel. Definitive Empfehlung.

Kaufen könnt ihr die Nummer hier und auf Spotify ist es natürlich auch.

@PATRICKTUMA.