Archiv der Kategorie 'ALLES.'

PICK 5 RECORDS, TELL US WHY: OH NO

Nummer zwo aus dem Hause Steinwurf meldete sich kürzlich mit seinen liebgewonnen 5 bei uns. Vermutlich saß Oh No (geb. Michael Jackson) gemütlich in seiner grünen Beathöhle, als er diese Worte tippte. Zuletzt sorgte er in Alleinregie vergangenes Jahr für eure Aufmerksamkeit, als er mit „Disrupted Ads“ einer Fortsetzung der „The Disrupt“-Reihe ablieferte. In diesem Jahr stoßen wir in den Liner notes verschiedener Rapper immer wieder auf seinen Namen, wie zum Beispiel auf dem jüngsten Talib Kweli oder Prince Po Album. Wir dürfen gespannt sein, womit der junge Gott 2014 so um die Ecke kommt!
(Und yesss! Es ist mir gelungen seinen Bruder nicht ein Mal zu erwähnen. Verdammt.)

A Tribe Called Quest – Low End Theory

Diese Platte kann ich mir wann auch immer anhören und bin sofort aufgedreht. Low End Theory zählt zu meinen persönlichen Top Ten Alben aller Zeiten. Es ist gleichzeitig smooth, als auch raw, berührt interessante Themen und tötet ebenso alle Rapper und die, die es werden wollen. Ich kenne kein Album, das seiner Zeit soweit voraus ist wie dieses. Selbst unserer heutigen Zeit ist das Album um Millionen Jahre voraus.
Am liebsten zieh ich mir die Platte rein, wenn ich Rennspiele zocke und einen fetten Blunt dazu rauche, um mit meinen Gedanken komplett abzutauchen.

Earth Wind and Fire – Best of Earth Wind and Fire

Das ist meine Meditationsmusik. Ich kann mich gut daran erinnern, wie meine Eltern das Best Of rauf und runter gespielt haben, während wir unser Haus auf Vordermann gebracht haben und ich bin ein verdammter Sammler. Aufräumen war für mich die Hölle. Jedes Mal, wenn diese Platte läuft, beginne ich automatisch dafür zu sorgen, dass alles um mich herum blitz und blank ist – »I gets to cleanin ’n groovin like P Diddy when he was Puff Daddy…«

Zapp – Zapp

Das Album erinnert mich stark an die Jheri Curl Days (vergleichbar mit einem glossy Minipli). An Tage, die ich mit meiner gesamten Familie beim Barbeque chillend und in Parks abgehangen habe. Ausgerechnet mein gangsta Cousin war es, der dieses Album immer auf äußerstem Anschlag gepumpt hat und 40s gesoffen hat, als wäre es nichts. Die Beats bumsen, die spielerischen fast albernen Background Vocals passen perfekt und die Claps sind ohrenbetäubend. HARD! Ich zieh mir die Platte rein, wenn ich in der Garage bin und selbst Beats bastle. Für gewöhnlich extra laut und wie ein Tischler lasse ich mich von den Beats leiten, während ich selbst Samples schneide. Alles zu dem Rhythmus von diesem Album.

NES Zelda Dungeon

Wie der Name er verrät handelt es sich hierbei zwar um kein klassisches Album, dennoch zählt die Musik in diesem Spiel zu meinen absoluten Favoriten aller Zeiten. Ich habe nahezu täglich die Musik aus diesem Spiel in meiner Kindheit gehört. Sie war für mich sozusagen der Beginn und der Eintritt in die Welt der kalten, düsteren und alles zerberstenden Vibes. Auch heute noch zieh ich mir die Sounds über YouTube rein. Gerade eben erst habe ich mit einem Blunt in der Hand „The Legend of Zelda VR“ gezockt, bin wie in Trance und heilfroh über das Comeboack. SALUTE!

Snoop Doggy Dogg – Doggystyle

Snoop spittet extra hart auf dieser Platte, allein dafür muss man es schon lieben! Selbstverständlich trägt Dr. Dre produktionstechnisch erheblich zu diesem Meisterwerk bei. Tha Dogg Pound sind auf der Platte und selbst The Dramatics hat Snoop mit der Veröffentlichung wieder auf den Bildschirm gebracht. Die Beats sind soulful, funky und gehen voll auf die 12 und das krasseste an der Platte ist, wie sie zusammengestellt wurde. Die Übergänge sind unfickbar! West Coastin’ at it’s best! Die Platte ist Grund dafür, das ich damals in der High-School genau solche Gangsta Beats machen wollte.
Hier lernst du viel von den OGz.

Die „Disrupted Ads“ könnt ihr bei Spotify hören, bei Amazon physisch und bei iTunes digital erwerben.

Cheers!

@A_NILLI_A_NILLI.

PICK 5 RECORDS, TELL US WHY: JAMALL BUFFORD

Bekennender Weise bin ich großer Fan von nahezu allen Rappern, Gruppen und Crews von Detroit nach L.A und wieder zurück. Für die heutigen 5 habe ich mir einen meiner absoluten Favoriten Jamall Bufford ebenfalls bekannt als Buff1 geschnappt. Er gehört zu den wohl vielfältigsten MCs unserer Zeit und so ist es nicht verwunderlich, ihm als einen Part verschiedenster Bandkonstellation und Projekten wieder zu begegnen (Crown Royal, Athletic Mic League und eine Geheimprojektkonstellation, welche tatsächlich erstaunlicher Weise immer noch geheim ist?). Jedenfalls, hat der gute sich seit 2007 mehr oder weniger gar nicht erholt und konstant abgeliefert. Wem der Name nicht viel bis nichts sagt, sei gesagt: Nacharbeiten ist erlaubt und wünschenswert. Und nun die 5.

Stevie Wonder – Innervision

Es ist für mich nicht besonders einfach, nur ein Stevie Album an dieser Stelle zu nennen und dennoch ist „Innervision“ das sofort vor meinem geistigen Auge erscheint. Er hat eine besondere Art, auf rührende Weise sozial-kritische Themen in seinen Texten zu behandeln, ohne jemals moralisierend zu klingen, was ich sehr bewundernswert finde. Genau das strebe ich als Rapper an. Stevie kann einen Song schreiben, der für jeden primär als Partysong durchgeht und gleichzeitig hat er eben was zu sagen. Vieler solcher Songs findet ihr auf dem „Innervision“ Album. Noch ist es mir nicht möglich, mich auf einer Messlatte mit Stevie zu betrachten und vermutlich brauche ich noch eine ganze Weile. Dennoch ist es mein größter Ansporn einmal in seine Fußstapfen zu treten.
Ich hörte damals Ginuwine’s „I’ll Do Anything/I’m Sorry“ (1997) bevor ich „Visions“ (1973) von Stevie hörte. Als ich dann viel später, das muss 2003 gewesen sein, dann die „Innervisions“ CD kaufte und mit erstaunen feststellte, dass Timbaland jenen Song geflippt hat, war ich mehr als angenehm überrascht. „Too High“ kann ich als Anspieltipp an dieser Stelle nennen, weil es ein unfassbar guter Song ist und auch „Golden Lady“ solltet ihr euch anhören, der Song ist wunderschön. Ich liebe einfach das Ganze Album.

Prince – Sign O’ The Times

Frag mich bitte nicht, ob das nun die beste Veröffentlichung war, die Prince jemals rausgebacht hat…Fakt ist: die Sounds, die ihr auf diesem Album hört sind der pure Wahnsinn! Wenn ihr mich fragt, hört man auf dieser Platte einen unbeeinflussten und auch einen unnachahmbaren Prince. Der Weg, den dieses Album vielen Künstlern eröffnet hat, ist einzigartig. Und weil ich hohen Wert auf gute Texte lege, muss ich auch hier sagen, der Mann hat was zu erzählen – hört mal hin.

Outkast – ATLiens

Ungelogen das wichtigste Album, meiner gesamten Rap-Karriere. Das meist beeinflussendste Album meiner Karriere. Das Artwork, das Konzept, die Musik, das gesamte Paket eben. Ich kaufte es mir direkt am Tag der Veröffentlichung und kann mich noch gut daran erinnern, wie ich es mir auf der Boombox anhörte und dachte „Was. Ist. Das?“ Es haute mich komplett um! Ich will nicht mal weiter drüber berichten, hört es euch doch bitte an, ihr faulen. Haha.

Little Dragon – Little Dragon

Ich glaub, ich hab’s Mayer Hawthorne zu verdanken, jemals dieses Album in den Finger gehalten zu haben. Das muss kurz nach der Erscheinung in 2008 gewesen sein. Yukimi’s Stimme ist unvergleichlich und fast magisch. Als ich Little Dragon dann 2009 in Detroit live sah, war alles aus und ich angefixt.

Slum Village – Fantastic Vol. 2

ATLiens ist zwar das beste Album aller Zeiten für mich und dennoch muss ich wohl gestehen, dass Vol. 2 öfter bei mir lief. Dieses Album ist perfekt, weil es so unterhaltsam ist. Ich glaub, ich hab’s mir damals erst recht spät besorgt, ca. ’99. Damals lebte ich in New York mit meinen den Jungs der Athletic Mic League dort. Wir sind immer wieder zurück nach Detroit und irgendeiner von uns muss das gute Stück wohl aus Detroit dann mitgebracht haben. Es war so anders, als alles andere was wir aus New York kannten. Vor diesem Album war New York für uns der zu erklimmende Gipfel. Wir waren fixiert und bedacht darauf, lyrisch besser zu werden. Fantastic Vol. 2 aber lehrte uns in gewisser Weise, dass nicht nur der Texte sitzen müssen, sondern der Groove und diese Atmosphäre, der Vibe ebenso wichtig ist. Die Platte war wohl der größte Einfluss auf unseren ersten Release als Athletic Mic League namens „Sweats and Kicks“ Und selbstverständlich war Jay Dee ein ebenso wichtiger Einfluss produktionstechnisch für meine Gruppe 14KT, Mayer Hawthorne, Tres Styles und Vaughan T. Vor Vol. 2 war der Premo unser Richtwert. Danach versuchten wir mehr oder weniger verzweifelt eine gute Mischung aus Premo und Dilla für uns zu kreieren. Sehr einfaches Ziel auch, haha!

An dieser Stelle möchte ich auf das jüngste und diese Woche über die Mellow Music Group releaste Solo-Album „Victim Of A Modern Age“ hinweisen. Hier könnt euch das gute Stück digital oder auch gern physisch kaufen.
Als Anspieltipps empfehle ich wärmstens „Walk On Clouds“, „Nineteen“, „Love & War“ feat. Vaughn T., Tres Styles & Grand Cee und den gleichnamigen Titel „Victim Of A Modern Age“.

Cheers!

@A_NILLI_A_NILLI.